Weltwärts gen Tansania

- Oliver Wichert

Regen, Regen

Es ist ruhig hier im Blog, und auch in Omurushaka. Politik ist absolut kein Thema mehr, die Schüler werden nach den Prüfungen nach und nach in die Ferien entlassen und die meisten Menschen scheinen eigentlich guter Dinge zu sein.
Nach der viel zu langen Phase der Trockenheit hat es die letzten Tage zur Freude aller wirklich viel geregnet. Nun wünscht man sich jedoch wieder Trockenheit, da sonst die Bohnen ertrinken...



Da viele Pflanzen nur bei Regen ausgepflanzt werden können, wird nach dem verspäteten Auspflanzen nun auch die Ernte verspätet sein, sodass es voraussichtlich gegen Januar eine gewisse Nahrungsmittelknappheit geben wird. Diese wird wohl vor allem den ärmeren Menschen hier erhebliche Probleme bereiten. Das neue Schuljahr fängt an, das Schulgeld wird fällig und so sehen sich viele Familien gezwungen die Ernte, die sie eigentlich als Vorrat behalten müssten, ganz oder zumindest teilweise zu verkaufen.

Mich persönlich beschäftigt im Moment hauptsächlich mein Visum, welches wohl immer noch nicht fertig ist. Dennoch plane ich schon die Reise nach Dar-es-Salaam, ans andere Ende Tansanias, wo ich es abholen muss. Ich habe herausgefunden, dass es pro Strecke wohl doch nur 2 Tage Busreise sind und fantasiere schon über die westlichen Menüs der Luxushotels der Großstadt. Hab ich das Visum erstmal in der Tasche kann es endlich losgehen die mir zustehenden 45 Tage Urlaub auszunutzen: Berge erklimmen, Tiere bestaunen, andere Freiwillige besuchen und natürlich Strand und Meer - die Vorfreude ist doch die schönste Freude!

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Kommentare

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  1. Ernst Runge schreibt:

    Hallo Oliver,

    Ich bin ein Klient Ihres Vaters und lese mit grosser Neugier Ihre Berichte aus Tansania. Ich war von 1969 bis 1972 auch im südlichen Afrika unterwegs und freue mich für Sie,diesen für einen jungen Menschen doch mutigen Schritt unternommen zu haben.An diese Zeit und der gemachten Erfahrung in Afrika werden Sie sich immer erinnern.Ich freue mich auf den nächsten Bericht.
    Gruss aus München
    Ernst Runge

  2. Oliver schreibt:

    Hallo Herr Runge,
    ich freue mich dass Sie meine Berichte verfolgen! Erfahrungen der unterschiedlichsten Art hab ich hier wirklich schon einige gemacht und ich bin optimistisch dass ich auch weiterhin viel erleben werde.
    Der nächste Bericht wird nicht mehr lange auf sich warten lassen, ich bin schon am Fotos zusammensuchen!
    Gruß Oliver

  3. Gisela Fretwurst schreibt:

    Hallo mzungu,
    ich lese mit großem Interesse deinen Blog!Ich nehme mal an , dass shagalabagala mittlerweile durch afrikanische Gelassenheit gut gehändelt werden kann! Wegen der Koch-und Backkünste mit afrikanischen Einflüssen werde ich sicherlich bei dir mal in die Lehre gehen...
    Liebe Grüße aus dem nasskalten Hamburg
    Gisela

  4. Oliver schreibt:

    Hi Gisela!
    schön dass du ab und zu vorbeischaust! Das Shagalabagala hier ist wirklich meistens garnicht so unangenehm, man braucht nicht planen und irgendwie wird alles schon. Statt wie in Deutschland sich schon eine Woche vorher zu überlegen, wo man am Wochenende hinfährt steigt man hier einfach in nen passenden Bus und guckt mal ob man auch wieder zurückkommt oder lieber irgendwo übernachtet - passt schon.
    Nur beim Visum bin ich vielleicht noch nicht ganz gelassen genug, ich kann es immernoch nicht abholen. Aber auch hier meint mein Chef dass es schon werden wird, und wenn mein altes abgelaufen ist kann man ja mal weitersehen...

    Gebacken wird weiterhin, allerdings nicht sehr afrikanisch, das Ziel ist eher mit afrikanischen Zutaten möglichst deutsch zu kochen.

    Schöne Grüße aus dem sonnigen, grünen, angenehm windigen Omurushaka


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