Weltwärts gen Tansania

- Oliver Wichert

Grün, grün

Die Mangos werden langsam reif, die Ananas sind lecker wie eh und je und ich fange an hier wirklich gut zu schlafen. Ich stehe wirklich nichts aus hier. Sogar mein Haus wird langsam ein wenig gemütlicher, mit ein paar Fotos und Bildern an der Wand. Mein Haus wird langsam zu meinem Zuhause.
Auch die Natur ist wirklich schön geworden hier. Grüner Boden, bunte Blumen und verschiedenste Bäume sorgen für durchaus abwechslungsreiche Landschaft.



Leider gibt es auch wieder mehr Getier. So wurde mir vorgestern meine Hängematte mit Bergpanorama von einer Ameisenstraße streitig gemacht, die in der Hängematte wohl eine prima Abkürzung zwischen zwei Bäumen gefunden hatte.
Die fiesen Malariamücken haben gefühlt auch ein wenig zugenommen. Gut, dass diese Mistviecher sich immer durch ein nervenaufreibendes Summen verraten, sodass die überwiegende Mehrheit noch unblutig zum Schweigen gebracht werden kann.
Seit ein paar Tagen leisten mir außerdem große grüne Grashüpfer Gesellschaft, die mich am Anfang durchaus erschrecken konnten, wenn sie zum Beispiel durch unpräzise Landung auf einer Wasserflasche, diese fast zum Umfallen brachten. Obwohl sie hier glaube ich als Delikatesse gelten, habe ich die toten Hüpfer, die sich beim mehrmals wöchentlichen Fegen (Wo zum Teufel kommt dieser ganze Dreck her?) sammeln, bis jetzt verschmäht und lieber in den Garten gefegt...

Nachdem ich in den letzten Tagen trotzdem öfter mal Magen-Darm-Probleme hatte, koche ich mein Trinkwasser jetzt wieder ab, anstatt auf den indischen Wasserfilter plus UV-Desinfektion durch die Sonne zu Vertrauen. Keine Ahnung, ob das am Wasser oder woran auch immer lag, jedenfalls bin ich jetzt wieder topfit.

Gestern Abend erreicht mich noch eine weitere gute Nachricht: Pascal, der im Moment zwei Monate Ferien hat, hat eine Arbeit gefunden. Er kann während der Zeit in einem Restaurant hier in Omurushaka mithelfen. Er und seine Familie brauchen das Geld dringend, nur so kann Pascal es sich überhaupt leisten, zur Schule zu gehen. Die letzten Wochen merkte man schon dass er ziemlich besorgt war ob er etwas finden würde, da die meisten Arbeitgeber lieber feste Angestellt bevorzugen. So kann er zwar die Ferien nicht bei seiner Familie sein, aber ich glaube er freut sich sehr.

Kleine Bemerkung zum Schluss: Wenn ich die Statistik richtig deute, lesen viele das Blog, aber nur ganz wenige gucken in die Fotos. Da ich nur einen kleinen Anteil der Fotos im Text integriere kann sich ein Blick auf die Foto Seite lohnen!

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