Weltwärts gen Tansania

- Oliver Wichert

Ruanda

Direkt nachdem wir das „Participatory Planning“ im dritten Dorf abgeschlossen hatten, ging es für mich nach Ruanda zum Zwischenseminar. Das weltwärts Programm sieht vor, dass man sich in der Mitte seines Freiwilligenjahres mit anderen Freiwilligen trifft und über die erste Hälfte sowie Änderungswünsche um das Jahr perfekt (oder erträglich, je nachdem) werden zu lassen, spricht.
So ging es für mich (und vier andere Freiwillige, die am Vorabend bei mir angekommen waren) nach Kigali, der Hauptstadt von Ruanda. Von dort aus machten wir uns mit fast allen anderen Seminarteilnehmern auf die etwa zweieinhalb Stunden lange Fahrt nach Butare.
Wir wohnten nett und das Seminar war sehr interessant, obwohl wir mit 17 Teilnehmern eine grenzwertig große Gruppe waren. Zunächst stellte jeder vor, was er so macht, sowohl auf der Arbeit als auch privat.
Am zweiten Tag wurde dann in Kleingruppen uns bewegende Themen diskutiert und vorgestellt.



Außerdem machten wir eine Wanderung durch den Regenwald, die allerdings wenig Platz für Gespräche bot, da die Strecke sehr anspruchsvoll war. Sich zwischen den teilweise riesigen Bäumen zu bewegen war sehr beeindruckend, auch wenn wir während der Wanderung keine größeren Tiere sahen.
Am letzten Tag sprachen wir noch über unsere Zufriedenheit und was wir ändern können, um mit dem Jahr im ganzen noch zufriedener zu sein.

Und schon ging es wieder nach Kigali, wo ich noch gut zwei Tage das Großstadtleben genossen habe. Palmen zwischen den Straßen, Hochhäuser, Supermärkte, Pizza und Burger essen, herrliche Cafés mit WLan und hervorragendem Kaffee - ein Paradies wenn man in Tansania wohnt. Und alles in einem so armen Land, welches sich hauptsächlich aus Entwicklungsgeldern finanziert.
Nach den zwei sehr netten Tagen war es aber auch genug, obwohl ich ein Großstadtmensch bin, habe ich mein Dorf mit dem übersichtlichen Markt und günstigen Früchten schon begonnen zu vermissen!
Frank, mein Betreuer von artefact aus Deutschland, der auch das Seminar geleitet hatte, wohnte für zwei Tage bei mir und wir hatten ein Gespräch mit meinem Chef. Mein Chef ist wohl sehr zufrieden mit mir und in der zweiten Hälfte wird es weitere Aufgaben geben, die meine Arbeit abwechslungsreicher gestalten können. Unter anderem ist geplant, dass ich Umweltclubs an Grundschulen machen soll, um auch diejenigen für Umweltthemen zu sensibilisieren, die nie eine Secondary School besuchen werden.

Erstmal sitze ich aber jetzt schon wieder im Bus, diesmal Richtung Osten. Am Sonntag ist Marathon in Moshi.
UPDATE: Hier sind die Fotos

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