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    <title>Weltwärts in Tansania</title>
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    <description>Berichte Eindrücke und Erlebnisse</description>
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    <pubDate>Fri, 03 Jun 2011 13:16:36 GMT</pubDate>

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        <title>RSS: Weltwärts in Tansania - Berichte Eindrücke und Erlebnisse</title>
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    <title>CHEMA</title>
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    <author>nospam@example.com (Oliver Wichert)</author>
    <content:encoded>
    Ich glaube ich habe hier noch nie ausführlich über CHEMA, meinen Arbeitgeber, geschrieben. Da ich sowieso einen ähnlichen Bericht für weltwärts schreiben musste, kann ich ja auch mal hier berichten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
CHEMA ist eine NGO unter der Obhut der Diözese von Kayanga. Seit diesem Jahr ist CHEMA Kayanga unabhängig von CHEMA Rulenge. Der Großteil der finanziellen Unterstützung kommt von Misereor, das gerade den Vorschlag für das Fortbestehen des Projektes bis 2013 akzeptiert hat.&lt;br /&gt;
CHEMA besteht schon recht lange und ist hier in Karagwe eine der größeren NGOs. Angefangen hat das Projekt mit Baumschulen doch inzwischen ist das Ziel der Organisation etwas aufgeweichter: Es scheint im Allgemeinen darum zu gehen die Lebensbedingungen der ländlichen Bevölkerung zu verbessern und nachhaltig zu gestalten. Dabei ist eine inhaltliche Spezialisierung nicht mehr besonders stark festzustellen, auch wenn umweltliche Aspekte für die weitgehend auf Landwirtschaft angewiesene Bevölkerung natürlich von größter Bedeutung sind. Ich habe das Gefühl, dass CHEMA inzwischen eigentlich fast alles macht, was irgendwie sinnvoll erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe bis jetzt hauptsächlich drei große Projekte von uns kennen gelernt:&lt;br /&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Die Bienenhaltung (ich kaufe leckeren Honig)&lt;br /&gt;
&lt;li&gt;Die Energiesparöfen (die werden direkt unter meinem Büro zusammengehämmert) &lt;br /&gt;
&lt;li&gt;Die Planung der Projekte in den Dörfern (ich war ein paar mal dabei)&lt;br /&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;br /&gt;
Die Bienenhaltung läuft etwas schleppend. Es gibt wohl Absatzprobleme mit dem Honig. Das ist auch nicht weiter verwunderlich. Schon für mich, der hier bei CHEMA wohnt, ist das Honig holen nervig. Es sind keine Gläser vorrätig, man muss also ein leeres Glas mitbringen, hoffen dass die zuständige Mitarbeiterin da ist und warten bis das Glas abgefüllt ist. &lt;br /&gt;
Auch die Energiesparöfen sind noch nicht so richtig angelaufen, es gibt einen Mitarbeiter der sie baut und natürlich nicht besonders viel schafft. &lt;br /&gt;
Es wird es jetzt aber wahrscheinlich aufwärts gehen: Es wird ein kleines Trainingszentrum gebaut, wo dann sowohl Bienenhaltung als auch der Bau der Öfen anderen beigebracht werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hauptteil des Projektes setzt in den Dörfern an: Zunächst werden ausführlich die Probleme zusammen mit einer Abordnung des Dorfes durch verschiedene Methoden herausgearbeitet, dann teilweise auch mögliche Lösungen zusammen gefunden. Dies scheint ziemlich gut zu funktionieren und nicht nur zu passenden Angeboten, sondern auch dazu zu führen, dass die Teilnehmer sich verstärkt mit den Angeboten identifizieren. Da die meisten Dörfer jedoch sehr ähnlich erscheinen, stehen die Lösungen glaube ich teilweise schon vorher fest und auch bei der Auswertung bei CHEMA werden mehr die Lösungen eines „Vorbild-Dorfes“ ein wenig angepasst. Ganz ignoriert werden die Ergebnisse dennoch nicht.&lt;br /&gt;
Die Lösungen sollen auch Gleichberechtigung, Menschenrechte und den Kampf gegen HIV/AIDS fördern. Ich habe jedoch das Gefühl, dass es CHEMA hier ein wenig an Expertise fehlt. Außerdem gibt es in den Bereichen Menschenrechte und HIV/AIDS einen Interessenskonflikt mit der katholischen Über-Organisation. Meinem Vorschlag, die Haltung der Kirche gegenüber Kondomen („Gibt es Kirchen, die Kondome nicht verbieten?“) evtl. als Ursache dafür, dass diese kaum benutzt werden, aufzunehmen, wurde nur mit Gelächter begegnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mitarbeiter&lt;br /&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Der „wichtigste Mann“: Father Nicodemus ist unser Director. Er ist jedoch nur ein paar Mal die Woche hier und soweit ich mitbekomme hauptsächlich repräsentativ tätig.  Wenn es jedoch darum geht ob man morgens um 8:00 oder 8:30 loslegen soll, hat er das sagen. (natürlich 8:30)&lt;br /&gt;
&lt;li&gt;Der wichtigste Mann: Herr Kileo ist unser Coordinator. Er hat immer viel zu tun, organisiert alles, ist mit den Geberorganisationen in Kontakt und weiß über alles Bescheid. Er arbeitet schon seit vielen vielen Jahren bei CHEMA.&lt;br /&gt;
&lt;li&gt;Die Programme Officers: Esther und Shija sind für das Inhaltliche verantwortlich. Sie leiten die Workshops in den Dörfern und vor allem Esther weiß glaube ich unendlich viel über Landwirtschaft. &lt;br /&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;br /&gt;
Außerdem haben wir noch eine Sekretärin, einen Buchhalter, den Adelaard, der für die Öfen zuständig ist, Diana, die sich um den Honig kümmert, einen Fahrer, einen Laufjungen und Piki-Piki-Fahrer und einen Wachmann.&lt;br /&gt;
Über die Bedeutung der Positionen und die Art der Zusammenarbeit kann ich mich nur immer wieder wundern. Die Mitarbeiter am unteren Ende der Befehlskette werden hemmungslos herumkommandiert. Gleichzeitig können aber auch sie sich problemlos einen Witz auf Kosten des Chefs erlauben—sogar in dessen Anwesenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Mitarbeiter sind mit Leidenschaft dabei, aber ich denke CHEMA könnte auch mit weniger Mitarbeitern das gleiche leisten. Ein Beispiel: Jeden Morgen um halb neun ist eine viertel Stunde Morgengebet. Um halb neun heißt aber nicht um halb neun, sondern zwischen halb neun und neun.  Vorher ist also noch entsprechend lang lockere Unterhaltung. Wenn die Arbeitszeit um viertel nach neun losgehen würde, wäre das ja kein Problem. Sie soll jedoch zwischen acht und halb neun beginnen, um den Acht-Stunden Tag  zu füllen. Es wird also offiziell während der Arbeitszeit gebetet. Wahrscheinlich steigert das Beten CHEMAs Erfolg um mindestens 10%, oder wie ist das zu rechtfertigen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Naja so ist das hier halt, und auch wenn sich einiges etwas negativ anhört, denke ich doch, dass CHEMA einige tolle Projekte hat und vor allem im Umwelt- und Landwirtschaftsbereich etwas bewirkt.&lt;br /&gt;
  
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 27 May 2011 15:40:22 +0200</pubDate>
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    <title>Habari</title>
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    <author>nospam@example.com (Oliver Wichert)</author>
    <content:encoded>
    Viele Wochen alt war der letzte Eintrag, viele Wochen in denen doch einiges passiert ist.&lt;br /&gt;
Der Alltag hält immer weniger Überraschungen bereit, man hat sich gewöhnt, ans Dorf, an die Menschen, an die Tiere (naja an den Skorpion im Wohnzimmer noch nicht, aber der hat den Einbruch auch mit dem Tod bezahlt), die Regenzeit kam und ist schon wieder mehr oder weniger vorüber, arbeiten, reisen...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein 8 Stunden Arbeitstag ist unverändert, es ist unterschiedlich viel zu tun, mit Stress kann ich gut umgehen. Bei den Projekten, die im Zwischengespräch besprochen worden waren, hat sich leider noch wenig getan. Aber auch an dieses afrikanische Abwarten habe ich mich bereits gewöhnt, mich vielleicht gar schon angepasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;../Fotos/gallery_images/Uganda/img-09.jpg&quot; title=&quot;Der einladende Kratersee&quot; class=&#039;fancyboxset&#039; rel=&#039;fancyboxset&#039; style=&quot;float:left;margin:5px;&quot; &gt;&lt;br /&gt;
	&lt;img src=&#039;../Fotos/gallery_images/Uganda/img-09_tn.jpg&#039; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Vor oder nach der Arbeit bin ich jetzt wieder öfter laufen, nachdem ich nach dem Marathon wegen verschiedener Beschwerden immer wieder pausieren musste. Auch treffe ich mich mehr mit anderen Menschen. Zum Beispiel mit Fred. Fred ist selbstständiger Händler könnte man sagen und hilft nebenbei in einer NGO, die eine Art KiTa ist—einige Kinder bezahlen Gebühren, von denen ärmere Kinder mit versorgt werden können. Mit ihm kann man sich sehr gut unterhalten, er ist einer der wenigen die ich hier getroffen habe, der Dinge auch mal in Frage stellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Ostern konnte ich ein weiteres Land ein wenig kennen lernen—Uganda. Malin und ich sind am Donnerstag Morgen in Richtung Grenze aufgebrochen. Wir hatten uns für einen sehr kleinen Grenzübergang entschieden, ohne Asphaltstraße aber mit kürzerem und wie wir unterwegs feststellten sehr schönem Weg. Wir wollten die 50$ für das Visum in Tanzania-Shilling bezahlen, was auch kein Problem war, sogar beim Umrechnungskurs ließen die Beamten mit sich handeln. Ob das Geld allerdings jemals die Staatskasse erreicht hat ist mehr als fraglich...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;../Fotos/gallery_images/Uganda/img-02.jpg&quot; title=&quot;Huuuup!&quot; class=&#039;fancyboxset&#039; rel=&#039;fancyboxset&#039; style=&quot;float:right;margin:5px;&quot; &gt;&lt;br /&gt;
	&lt;img src=&#039;../Fotos/gallery_images/Uganda/img-02_tn.jpg&#039; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Das ländliche Uganda unterscheidet sich zunächst wenig vom ländlichen Tansania. Keine polierten Häuser entlang der Asphaltstraßen, wie in Ruanda, sondern erstmal schlechte Schotterstraßen, genau wie bei uns. Auch die erste größere Stadt die wir erreichten, Mbarara, war auf den ersten Blick nicht viel anders als die Städte in Tansania. Von da an war der Transport allerdings etwas angenehmer. Die Dalla-Dallas (Kleinbusse) haben mehr oder weniger einzelne Sitze und es kommt kaum vor, dass in einer Reihe mehr als vier Menschen sitzen. Dafür kann man auf den Motorrad-Taxis auch problemlos zu dritt fahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Nacht in Uganda verbrachten wir bei Hannah in einem kleinen Dorf. Es war ein sehr angenehmer Abend und wir konnten gleich in den ersten Geburtstag reinfeiern.&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;../Fotos/gallery_images/Uganda/img-08.jpg&quot; title=&quot;Osterfeuer!&quot; class=&#039;fancyboxset&#039; rel=&#039;fancyboxset&#039; style=&quot;float:right;margin:5px;&quot; &gt;&lt;br /&gt;
	&lt;img src=&#039;../Fotos/gallery_images/Uganda/img-08_tn.jpg&#039; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag ging es dann weiter nach Fort Portal, wo wir uns mit insgesamt sechs Freiwilligen getroffen haben. Die Abende waren lang, es gab Osterfeuer, wir haben in einem wunderschönen Kratersee gebadet und waren einen Tag sogar Golfspielen—nachdem wir uns auf dem Second-Hand Markt entsprechend eingekleidet  hatten. Alles in allem wieder eine tolle Reise, sodass ich jetzt gut für die nächsten Arbeitswochen gerüstet bin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so viele Wochen sind es leider auch insgesamt schon garnicht mehr. Die fast 8 Monate, die ich nun in Afrika bin, vergingen wie im Flug. Es war bis jetzt eine sehr schöne Zeit, in der ich viel gelernt habe, nicht nur über Afrika, sondern ich hatte auch sonst viele Gelegenheiten zum nachdenken und habe interessante Menschen getroffen. Auch wenn die Arbeit manchmal etwas langweilig ist, bin ich sehr froh mich für Afrika entschieden zu haben. Nun bleiben mir noch knapp vier Monate hier, die mir hoffentlich noch viele spannende Ereignisse bescheren. Ich bin zuversichtlich, dass ich sie noch genießen werde!  
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 02 May 2011 21:23:49 +0200</pubDate>
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    <title>Marathon</title>
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    <author>nospam@example.com (Oliver Wichert)</author>
    <content:encoded>
    	&lt;a href=&quot;../Fotos/gallery_images/Moshi/img-4.jpg&quot; title=&quot;Olli schwenkt in die Zielgerade ein...&quot; class=&#039;fancyboxset&#039; rel=&#039;fancyboxset&#039; style=&quot;float:left;margin-right:10px;margin-bottom:5px;&quot; &gt;&lt;br /&gt;
		&lt;img src=&#039;uploads/ziel.jpg&#039; /&gt;&lt;br /&gt;
	&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Ich hab ihn hinter mir, wenn auch nicht besonders erfolgreich!&lt;br /&gt;
Mit einer glorreichen Zeit von ungefähr 4:40 bin ich heute Mittag doch noch ins Ziel gekommen.&lt;br /&gt;
Morgens um halb sieben war Start und pünktlich zwei Minuten vorher war ich im Stadion.&lt;br /&gt;
Ich konnte von unserem Hotel (YMCA) aus zu Fuß hingehen und war guter Dinge. Die erste Hälfte lief auch ganz gut, ich bin meine Zeit gelaufen, hatte nette Gespräche mit meinen Leidensgenossen und es war noch kühl.&lt;br /&gt;
Doch nach gut 20 Kilometern wollte es nicht mehr so recht, es ging die nächsten 10 Kilometer bergauf und als ich die Höhenmeter auf den letzten 10 wieder herunterlaufen durfte, taten meine Beine schon so weh, dass das bergab Laufen keine große Hilfe mehr war.&lt;br /&gt;
Ich bin wohl am Anfang etwas schnell gelaufen und war vielleicht auch insgesamt noch nicht genug auf einen Marathon vorbereitet.&lt;br /&gt;
Aber ich glaube ich habe heute viel gelernt und kann irgendwann später nochmal um eine bessere Zeit laufen!  
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 27 Feb 2011 19:55:16 +0100</pubDate>
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    <title>Ruanda</title>
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    <author>nospam@example.com (Oliver Wichert)</author>
    <content:encoded>
    Direkt nachdem wir das „Participatory Planning“ im dritten Dorf abgeschlossen hatten, ging es für mich nach Ruanda zum Zwischenseminar. Das weltwärts Programm sieht vor, dass man sich in der Mitte seines Freiwilligenjahres mit anderen Freiwilligen trifft und über die erste Hälfte sowie Änderungswünsche um das Jahr perfekt (oder erträglich, je nachdem) werden zu lassen, spricht.&lt;br /&gt;
So ging es für mich (und vier andere Freiwillige, die am Vorabend bei mir angekommen waren) nach Kigali, der Hauptstadt von Ruanda. Von dort aus machten wir uns mit fast allen anderen Seminarteilnehmern auf die etwa zweieinhalb Stunden lange Fahrt nach Butare.&lt;br /&gt;
Wir wohnten nett und das Seminar war sehr interessant, obwohl wir mit 17 Teilnehmern eine grenzwertig große Gruppe waren. Zunächst stellte jeder vor, was er so macht, sowohl auf der Arbeit als auch privat. &lt;br /&gt;
Am zweiten Tag wurde dann in Kleingruppen uns bewegende Themen diskutiert und vorgestellt.&lt;br /&gt;
	&lt;a href=&quot;../Fotos/gallery_images/Seminar/img-11.jpg&quot; title=&quot;Am Bächlein...&quot; class=&#039;fancyboxset&#039; rel=&#039;fancyboxset&#039; style=&quot;float:right;margin:5px;&quot; &gt;&lt;br /&gt;
		&lt;img src=&#039;../Fotos/gallery_images/Seminar/img-11_tn.jpg&#039; /&gt;&lt;br /&gt;
	&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Außerdem machten wir eine Wanderung durch den Regenwald, die allerdings wenig Platz für Gespräche bot, da die Strecke sehr anspruchsvoll war. Sich zwischen den teilweise riesigen Bäumen zu bewegen war sehr beeindruckend, auch wenn wir während der Wanderung keine größeren Tiere sahen. &lt;br /&gt;
Am letzten Tag sprachen wir noch über unsere Zufriedenheit und was wir ändern können, um mit dem Jahr im ganzen noch zufriedener zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und schon ging es wieder nach Kigali, wo ich noch gut zwei Tage das Großstadtleben genossen habe.  Palmen zwischen den Straßen, Hochhäuser, Supermärkte, Pizza und Burger essen, herrliche Cafés mit WLan und hervorragendem Kaffee - ein Paradies wenn man in Tansania wohnt. Und alles in einem so armen Land, welches sich hauptsächlich aus Entwicklungsgeldern finanziert.&lt;br /&gt;
Nach den zwei sehr netten Tagen war es aber auch genug, obwohl ich  ein Großstadtmensch bin, habe ich mein Dorf mit dem übersichtlichen Markt und günstigen Früchten schon begonnen zu vermissen!&lt;br /&gt;
Frank, mein Betreuer von artefact aus Deutschland, der auch das Seminar geleitet hatte, wohnte für zwei Tage bei mir und wir hatten ein Gespräch mit meinem Chef. Mein Chef ist wohl sehr zufrieden mit mir und in der zweiten Hälfte wird es weitere Aufgaben geben, die meine Arbeit abwechslungsreicher gestalten können. Unter anderem ist geplant, dass ich Umweltclubs an Grundschulen machen soll, um auch diejenigen für Umweltthemen zu sensibilisieren, die nie eine Secondary School besuchen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmal sitze ich aber jetzt schon wieder im Bus, diesmal Richtung Osten. Am Sonntag ist Marathon in Moshi.&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;UPDATE: &lt;a href=&quot;http://oliver-wichert.de/Fotos/?albumID=23&quot;&gt;Hier sind die Fotos&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;  
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 24 Feb 2011 11:43:06 +0100</pubDate>
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    <title>Participatory Planning</title>
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    <author>nospam@example.com (Oliver Wichert)</author>
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    &lt;a href=&quot;../Fotos/gallery_images/planning/img-09.jpg&quot; title=&quot;CHEMA stellt sich vor&quot; class=&#039;fancyboxset&#039; rel=&#039;fancyboxset&#039; style=&quot;float:right;margin:5px;&quot; &gt;&lt;br /&gt;
		&lt;img src=&#039;../Fotos/gallery_images/planning/img-09_tn.jpg&#039; /&gt;&lt;br /&gt;
	&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Heute ist der erste Bürotag seit mehr als einer Woche, Zeit mal wieder ein bisschen zu berichten! Die letzten Tage war ich in zwei verschiedenen Dörfern. CHEMA plant in diesen Dörfern Projekte durchzuführen und es ging zunächst einmal darum, zusammen mit den Dorfbewohnern die Probleme zu analysieren und zu gucken, wie man ihnen am besten helfen kann. &lt;br /&gt;
Dies hat meiner Ansicht nach erstaunlich gut funktioniert, wir hatten jeweils um die 50 „Schüler“, die meisten von ihnen haben gut mitgearbeitet und sind zu guten Ergebnissen gekommen. Auch von der pädagogischen Kompetenz unserer „Programme Officers“ war ich beeindruckt. In einem Land wo der Schulalltag normalerweise aus auswendig lernen und geprügelt werden besteht, ist eine funktionierende Diskussion keine Selbstverständlichkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	&lt;a href=&quot;../Fotos/gallery_images/planning/img-15.jpg&quot; title=&quot;Hier sieht der Problembaum ja wie ein richtiger Baum aus!&quot; class=&#039;fancyboxset&#039; rel=&#039;fancyboxset&#039; style=&quot;float:left;margin:5px;&quot; &gt;&lt;br /&gt;
		&lt;img src=&#039;../Fotos/gallery_images/planning/img-15_tn.jpg&#039; /&gt;&lt;br /&gt;
	&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Die Probleme waren meistens sehr grundsätzlicher Natur und brachten einen auf den Boden der Tatsachen zurück. Gefragt nach den Wünschen für ihr Dorf in 25 Jahren, kamen Antworten wie „sauberes Trinkwasser“, „genug zu Essen für alle“, „eine weiterführende Schule für unsere Kinder“, oder „Strom“. Vor allem eins der Dörfer war wirklich sehr abgelegen, man musste ungefähr eine halbe Stunde lang durchs Nichts fahren um es zu erreichen. Zwei mal haben wir sogar Affen auf dem Weg gesehen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	&lt;a href=&quot;../Fotos/gallery_images/planning/img-06.jpg&quot; title=&quot;Gemeinsam wird eine Karte des Dorfes angefertigt&quot; class=&#039;fancyboxset&#039; rel=&#039;fancyboxset&#039; style=&quot;float:right;margin:5px;&quot; &gt;&lt;br /&gt;
		&lt;img src=&#039;../Fotos/gallery_images/planning/img-06_tn.jpg&#039; /&gt;&lt;br /&gt;
	&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Ich habe versucht möglichst viel zu verstehen und ein wenig beim Basteln geholfen. Hauptsächlich habe ich aber dokumentiert, sodass es zum genauen Ablauf (hoffentlich nächste Woche) noch ein Video geben wird. Die Seminare waren zwar sehr anstrengend aber auch sehr interessant und mal etwas ganz anderes als die Arbeit hier in Omurushaka.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Wochenende waren wir wieder ordentlich Laufen, der Marathon naht! Die letzten Tage war es hier echt heiß (auch nachts), sodass wir Sonntag Morgen um halb sieben gestartet sind. Da Malin und ich nach dem Laufen gerne Massen an Bananenmilch trinken, habe ich mich am Samstag mal auf die Suche nach einer besseren Milchquelle gemacht. Bis jetzt habe ich die Milch immer in einer Art Restaurant gekauft, wo man morgens hingehen und Milch trinken oder auch mitnehmen kann. Aber die Milch ist teuer (50 ct. pro Liter) und oftmals angebrannt. &lt;br /&gt;
Am Samstag habe ich dann auch zufällig relativ bald einen Milchmann gefunden, der bereit war, mir frische Milch für 20 ct. pro Liter zu verkaufen. Er ist mit mir zu meinem Haus gekommen und hat mir die Milch gegeben. &lt;br /&gt;
Ich habe ihn gefragt, ob er ein Handy hat, was er bejahte, sodass ich vorschlug, dass ich doch in Zukunft Milch per SMS bestellen könnte. Da sieht man, dass ich mich doch noch nicht 100%ig eingelebt habe, von einem etwa 50jährigen Bauern kann man natürlich nicht erwarten, dass er lesen kann...&lt;br /&gt;
Zum Glück ist Analphabetismus hier nicht so stigmatisiert wie in Deutschland, sodass er mir frei von der Leber weg erzählte, dass er Probleme mit dem lesen habe. Also beschlossen wir, dass ich ihn anrufe, wenn ich Milch brauche, nachdem er mich angerufen hat (er hatte seine Nummer nicht da). Leider hat er mich nicht angerufen...&lt;br /&gt;
Also hab ich gestern bei einem anderen Bauernhof gefragt, mir wurde gesagt ich solle kurz warten und so konnte ich zuschauen wie meine Milch gemolken wurde. So muss das sein! Und da die Milch nun wirklich frisch ist, konnte ich noch vor dem Kochen den Rahm abschöpfen und einen herrlichen Schokokuchen backen - ein ziemlich guter Ersatz für richtige Schokolade.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 04 Feb 2011 09:21:08 +0100</pubDate>
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    <title>2011</title>
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    <author>nospam@example.com (Oliver Wichert)</author>
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    Nach zweiwöchiger Abwesenheit melde ich mich zurück, ohne fundamentale Neuigkeiten, doch bestimmt wieder mit ausreichend Kleinigkeiten, um ein paar Zeilen zu füllen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo war ich stehen geblieben? Sylvester. Lang ist‘s her, eher Monate als Wochen. &lt;br /&gt;
Unsere Überlegung, Sylvester vielleicht in Bukoba zu verbringen, hatten wir verworfen (wir schätzten die Chance auf ein Feuerwerk dort nur unwesentlich höher ein als hier), sodass wir drei Mzungus uns, wie schon an Weihnachten, bei mir trafen.&lt;br /&gt;
Ich hatte den ganzen Tag in der Küche verbracht, gekocht, gebacken und gewienert und am Ende hatten wir so viel Süßes, dass wir die Hauptgerichte auf Neujahr verschoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	&lt;a href=&quot;../Fotos/gallery_images/Sylvester/img-3.jpg&quot; title=&quot;Monopoly!&quot; class=&#039;fancyboxset&#039; rel=&#039;fancyboxset&#039; style=&quot;float:left;margin:5px;&quot; &gt;&lt;br /&gt;
		&lt;img src=&#039;../Fotos/gallery_images/Sylvester/img-3_tn.jpg&#039; /&gt;&lt;br /&gt;
	&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Das Monopoly-Spiel, das Malin in mühevoller Bastelarbeit kreiert hatte, sollte noch 2010 eingeweiht werden und nachdem wir genügend geldartige Haushaltsgegenstände gesammelt hatten begannen wir einen entspannten Spieleabend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Jahreswechsel (nach tansanischer Zeit) wollten wir natürlich nicht zuhause verbringen. Vielleicht gab es ja doch ein Feuerwerk? Die Hoffnung stirbt zuletzt...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gab es natürlich nicht, überhaupt war auf den Straßen überhaupt nichts los. Ich hatte es schon fast befürchtet, Pascal hatte erzählt die meisten Menschen würden das Jahr in ihren Häusern begrüßen wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wir uns schon fast wieder zurückziehen wollten, hörten wir doch noch fröhliche Menschen und beschlossen, immer den Geräuschen nach, der Sache auf den Grund zu gehen. Pünktlich um Mitternacht kamen wir an eine Kirche voller ausgelassen tanzender Tansanier und nach kurzem zögern und ein wenig Aufmunterung der Gastgeber beschlossen wir uns dazu zu gesellen. Dies schien die gute Laune der etwa 50 Anwesenden aller Altersstufen noch zu steigern. Wir wurden begeistert willkommen  geheißen, schüttelten Hände, umarmten und lauschten dem übermäßig charismatischen Prediger, der scheinbar extra für uns auf Englisch umschwenkte. Mit einem mitreißenden Optimismus ermahnte er die Gemeinde, dankbar zu sein, dass es ihnen so gut ginge und auch im neuen Jahr fleißig zu sein und früh aufzustehen. Alles wurde, nicht minder charismatisch, nach jedem Satz von einer jungen Frau auf Suaheli wiederholt, sehr beeindruckend für eine spontane Aktion.&lt;br /&gt;
	&lt;a href=&quot;../Fotos/gallery_images/Sylvester/img-1.jpg&quot; title=&quot;Einfach köstlich&quot; class=&#039;fancyboxset&#039; rel=&#039;fancyboxset&#039; style=&quot;float:right;margin:5px;&quot; &gt;&lt;br /&gt;
		&lt;img src=&#039;../Fotos/gallery_images/Sylvester/img-1_tn.jpg&#039; /&gt;&lt;br /&gt;
	&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Nachdem der Mitternachtstrubel vorbei war, blieb uns zum Glück die erwartete Drei-Stunden-Suaheli-Predigt erspart, das Ganze löste sich recht schnell auf, sodass wir nach netter Verabschiedung gegen eins schon wieder zuhause waren. Mit Berlinern und „Dinner for one“ wurde dann noch einmal das neue Jahr nach deutscher Zeit begrüßt, bevor wir ins Bett fielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste Event des Jahres 2011 war mein Geburtstag. Auch wenn es hier nicht wirklich ein Event war. Von Pascal hatte ich gehört, dass man Geburtstag nicht wirklich feiert, die meisten wüssten garnicht wann sie geboren sind. In dieser Annahme hatte ich hier gar keinem von meinem Geburtstag erzählt. Als Bastian mich am Nachmittag besuchte, relativierte sich diese Ansicht, in gebildeteren Kreisen kommt es wohl durchaus vor dass man mal ein paar Freunde einlädt.&lt;br /&gt;
Naja, aufgrund der vielen Nachrichten und Kommentare aus der Heimat war der Tag trotzdem etwas besonderes und ich habe ihn genossen!&lt;br /&gt;
Bastian und Malin hatten mir zum Geburtstag eine Reise nach Bukoba (inklusive Essen-gehen und alles) geschenkt, die wir letztes Wochenende unternommen haben. So konnte ich meinen Geburtstag noch mit Blick auf den Viktoriasee nachfeiern!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Woche ist die zweite richtige Arbeitswoche seit des neuen Jahres (und seit Ewigkeiten). Ich habe mit Computerproblemen ganz gut zu tun und seit dieser Woche noch eine weitere Aufgabe: Die CHEMA Website. Wie zu erwarten ist sie ein wenig veraltet, sodass Herr Kileo, mein (supernetter) Chef, mich mit 20 Seiten Informationen bombardiert hat, die ich unterbringen soll. Diese sind jedoch (wie zu erwarten) in eher mittelmäßigem Englisch formuliert, viele bombastische Worte, viele Fehler, dafür nur mittelmäßig viel auf den Punkt gebrachter Inhalt (vielleicht ein bisschen wie dieser Blog? &lt;img src=&quot;http://www.oliver-wichert.de/serendipity/templates/default/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; style=&quot;display: inline; vertical-align: bottom;&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;). Da kämpfe ich mich nun langsam durch und hoffe, demnächst eine frische CHEMA-Website vorstellen zu können!  
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 13 Jan 2011 18:10:14 +0100</pubDate>
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    <title>Heiße Weihnachten</title>
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    <author>nospam@example.com (Oliver Wichert)</author>
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    23.12.2010 um 22.30: „Tutaondoka saa kumi na mbili“ heißt es, nachdem unser Bus auf den Busbahnhof einer tansanischen Kleinstadt gerollt ist, auf dem schon unheilvoll viele andere Busse standen. Das war es dann wohl, die Hoffnung Bukoba noch in der Nacht zu erreichen war leider vergebens, wir würden Heiligabend zunächst im Bus verbringen müssen.&lt;br /&gt;
Malin und ich waren morgens um sechs in Dar-es-Salaam losgefahren und unser Bus konnte leider nicht ansatzweise mit dem Luxusbus der uns auf der Hinfahrt kutschiert hatte mithalten. Um am heiligen Abend wenigstens einigermaßen fit zu sein entschieden wir uns, im Gegensatz zu den anderen Fahrgästen, nicht bis zur Weiterfahrt morgens um sechs im Bus zu warten, sondern uns eine Bleibe zu suchen, in der wir ein wenig Schlaf finden könnten.&lt;br /&gt;
Dies stellte sich als gute Entscheidung heraus, das nahe gelegene Guesthouse für gut einen Euro pro Person hatte saubere Zimmer mit Moskitonetz und Steckdose und als wir nach der etwas anstrengenden Busfahrt ins kuschelige Bett fielen, war der Frust über die verzögerte Weiterfahrt fast vergessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	&lt;a href=&quot;../Fotos/gallery_images/Weihnachten/img-01.jpg&quot; title=&quot;Die Tansanier haben offensichtlich mit Weihnachten nicht so viel am Hut...&quot; class=&#039;fancyboxset&#039; rel=&#039;fancyboxset&#039; style=&quot;float:left;margin:5px;&quot; &gt;&lt;br /&gt;
		&lt;img src=&#039;../Fotos/gallery_images/Weihnachten/img-01_tn.jpg&#039; /&gt;&lt;br /&gt;
	&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Um vier Uhr Nachmittags waren wir Heiligabend endlich zuhause. Den Speiseplan hatten wir schon im Bus ausgearbeitet, sodass wir uns, nach einem kurzen Abstecher zur Post, gleich ans Einkaufen machen konnten. Zusammen mit Bastian haben wir lecker gekocht, gegessen, Weihnachtslieder gehört und schließlich langsam und genüsslich unsere Weihnachtspakete ausgepackt. Obwohl es selbstverständlich ganz anders war als zuhause, war es ein sehr schöner Abend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	&lt;a href=&quot;../Fotos/gallery_images/Weihnachten/img-06.jpg&quot; title=&quot;Posieren fürs Foto: Eine Kamera ist sehr faszinierend&quot; class=&#039;fancyboxset&#039; rel=&#039;fancyboxset&#039; style=&quot;float:right;margin:5px;&quot; &gt;&lt;br /&gt;
		&lt;img src=&#039;../Fotos/gallery_images/Weihnachten/img-06_tn.jpg&#039; /&gt;&lt;br /&gt;
	&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Am ersten Weihnachtstag war ich zu Pascals Eltern eingeladen. Nach einer Stunde Fahrt im Dalla-Dalla holte Pascal mich im Dorf ab und nachdem wir eine halbe Stunde durch herrliche Natur gewandert waren kamen wir bei der Hütte seiner Eltern an. Pascals Familie wohnt, wie man es aus afrikanischen Museen kennt: Eine Lehmhütte ohne Strom, Wasser wird vom See geholt und gekocht wird auf einem Drei-Steine-Herd.&lt;br /&gt;
Man sitzt und schläft auf Matten aus irgendwelchen Gräsern, Möbel gibt es so gut wie keine.&lt;br /&gt;
Zum Mittag gab es Reis mit etwas Rindfleisch. Obwohl das Rindfleisch hier unvorstellbar billig ist, können sich die wirklich armen Familien in den Dörfern das nur sehr selten leisten. Dennoch glaube ich, dass die Tatsache, dass es Fleisch gab, eher darauf zurückzuführen ist, dass ich zu Besuch war, als dass Weihnachten war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	&lt;a href=&quot;../Fotos/gallery_images/Weihnachten/img-07.jpg&quot; title=&quot;Gemütliches Zusammensein beim Abendessen&quot; class=&#039;fancyboxset&#039; rel=&#039;fancyboxset&#039; style=&quot;float:right;margin:5px;&quot; &gt;&lt;br /&gt;
		&lt;img src=&#039;../Fotos/gallery_images/Weihnachten/img-07_tn.jpg&#039; /&gt;&lt;br /&gt;
	&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Weihnachten wurde nämlich nicht ansatzweise gefeiert, nicht einmal die ganze Familie hat sich versammelt. Das einzige was ich von Weihnachten groß mitbekommen habe ist, dass die Menschen hier zu Weihnachten deutlich mehr Alkohol trinken - selbst mein Nachtwächter war Heilig Abend schon betrunken (wobei wir den Verdacht hegen, dass er nicht nur zu Weihnachten trinkt...). Pascals Vater hat eine Bar, in der er aus Mais und Hirse gegorenes Bier verkauft. Mais und Hirse werden mit Wasser zwei Tage lang in einem Eimer stehen gelassen, das ganze dann durch einen alten Sack ausgewrungen und das Resultat für fünf Cent pro Flasche verkauft. Ich war zu feige das zu probieren...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	&lt;a href=&quot;../Fotos/gallery_images/Weihnachten/img-09.jpg&quot; title=&quot;Das einzige Feuerholz, das wir finden konnten...&quot; class=&#039;fancyboxset&#039; rel=&#039;fancyboxset&#039; style=&quot;float:left;margin:5px;&quot; &gt;&lt;br /&gt;
		&lt;img src=&#039;../Fotos/gallery_images/Weihnachten/img-09_tn.jpg&#039; /&gt;&lt;br /&gt;
	&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Am nächsten Morgen bin ich dann noch mit Pascal Feuerholz suchen gegangen und er hat mir die Felder seiner Eltern gezeigt. Wie fast überall hier werden Mais und Erbsen angebaut, ab und zu gibt es auch Bananen. Auch dies war extrem interessant, wenn auch wenig weihnachtlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insofern war das Weihnachtsfest hier etwas enttäuschend, wobei die afrikanische Gastfreundschaft, die ich genießen durfte, über einiges hinwegtröstet. Es wurde sich geradezu rührend um mein Wohlergehen gesorgt und es war eine tolle Erfahrung einmal eine Nacht unter „wirklich afrikanischen“ Verhältnissen zu verbringen.  
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    <pubDate>Tue, 28 Dec 2010 18:08:11 +0100</pubDate>
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    <title>Unter Wasser</title>
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    <author>nospam@example.com (Oliver Wichert)</author>
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    Kaum schreibe ich, Tauchen sei wie Safari, nur dass man nicht so leicht Fotos machen könnte, gibt es &lt;a href=&quot;http://www.oliver-wichert.de/Fotos/?albumID=19&quot; title=&quot;Tauchfotos&quot;&gt;Fotos unserer letzten beiden Tauchgänge&lt;/a&gt;! Wir haben vorgestern unseren Kurs abgeschlossen und morgen gehts zurück &quot;in the Busch&quot; wie unser Kenianischer Tauchlehrer zu sagen pflegt.  
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 21 Dec 2010 13:01:02 +0100</pubDate>
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    <title>Sanzibar</title>
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    <author>nospam@example.com (Oliver Wichert)</author>
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    Nun bin ich gut und ohne die auf der Fähre an uns verteilten Kotztüten zu benutzen auf Sansibar angekommen. Schon im dunkeln ließ sich ausmachen, dass es hier nicht so schlecht ist.&lt;br /&gt;
Diese Beobachtung konnte beim ersten Baden schon vor dem Frühstück bestätigt werden, herrlicher Strand, perfekte Wassertemperaturen, Sonne. &lt;img src=&quot;http://www.oliver-wichert.de/serendipity/templates/default/img/emoticons/smile.png&quot; alt=&quot;:-)&quot; style=&quot;display: inline; vertical-align: bottom;&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	&lt;a href=&quot;../Fotos/gallery_images/Sanzibar/img-02.jpg&quot; title=&quot;img-02.jpg&quot; class=&#039;fancyboxset&#039; rel=&#039;fancyboxset&#039; style=&quot;float:right;margin:5px;&quot; &gt;&lt;br /&gt;
		&lt;img src=&#039;../Fotos/gallery_images/Sanzibar/img-02_tn.jpg&#039; /&gt;&lt;br /&gt;
	&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Auch durch die das Ufer säumenden Hotels wird das &lt;a href=&quot;http://www.oliver-wichert.de/Fotos/index.php?albumID=18&quot;&gt;perfekte Bild&lt;/a&gt; nicht gestört. Die mit Palmwedeln gedeckten Häuser haben nicht im geringsten mit europäischen Hotelbunkern zu tun. Wir wohnen in einer schön grünen Bungalow-Anlage mit großer schattiger Terrasse. Aufgrund des Verhandlungsgeschicks von Bene und Philipp, die während Malin und ich noch mit dem Visum gekämpft haben hier schon alles organisiert haben, und der Tatsache dass wir zu viert im Dreierbungalow schlafen, konnten wir den Übernachtungspreis auf knapp 10 Euro pro Nacht inklusive Frühstück drücken. Generell lassen sich mit Verhandlung auf Swahili und der Anspielung dass man ja ein armer Volunteer sei hier oft gute Preisnachlässe rausholen, egal ob an der Cocktailbar oder in der Tauchschule.&lt;br /&gt;
Unsere Tauchschule ist auch total nett. Schüler und Lehrer aus aller Welt und ein netter Ort wo man Theorie lernen kann. Unser Lehrer ist total nett, spricht 6 Sprachen (unter anderem deutsch), kommt aus Kenia und ist seit 9 Jahren Tauchlehrer. Wir waren jetzt schon zwei mal richtig an nem Korallenriff und die ganzen Fische, Seeigel und -Sterne sind schon extrem beeindruckend.&lt;br /&gt;
Es ist eigentlich genau wie eine Safari über Wasser, nur dass man leider nicht so einfach Fotos machen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl man eindeutig merkt, dass man nicht in Europa ist, ist hier schon vieles anders, als wir es aus Tansania gewohnt sind. Es können viele ein wenig englisch und überall laufen „traditional Massai“ rum die einem irgendwelche Souvenirs andrehen wollen. Generell hat man das Gefühl es wird den Touristen eine künstliche Afrika-Kultur verkauft. Alle sprechen einen mit „Jambo“ an („Hallo“ auf Reiseführersuaheli), wollen einem irgendwelche Massagen oder Wachsbehandlungen verkaufen und sind schon sehr erstaunt wenn man auch nur ein wenig Suaheli spricht.&lt;br /&gt;
Selbst in den lokalen Shops sind Früchte viel teurer als auf dem Festland, eine Ananas kostet etwa das doppelte, Bananen sogar das fünffache. Nur der „Reis mit Bohnen“ in den „local“ Restaurants, von dem wir uns hier hauptsächlich ernähren, ist billig wie überall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich werde mich jetzt wieder ins Wasser verholen um mich für die anstehende „Full-Moon-Party“ heute Nacht angemessen zu erholen!&lt;img src=&quot;http://www.oliver-wichert.de/serendipity/templates/default/img/emoticons/tongue.png&quot; alt=&quot;:-P&quot; style=&quot;display: inline; vertical-align: bottom;&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;  
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 18 Dec 2010 16:31:57 +0100</pubDate>
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    <title>Geschafft!</title>
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    <author>nospam@example.com (Oliver Wichert)</author>
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    Es ist vollbracht, ich habe endlich mein „Resident Permit Class C“ und sitze auf der klimatisierten Fähre nach Sansibar.&lt;br /&gt;
Als es endlich hieß, dass ich das Visum abholen könne, habe ich mich zusammen mit Malin auf den Weg nach Dar-es-Salaam gemacht, da wir das Abholen meines Visums mit einem Urlaub auf Sansibar verbinden wollten.&lt;br /&gt;
Donnerstag Abend kam mein Chef von einer Konferenz in Deutschland zurück. Zum Glück hatte er gegen die Urlaubspläne nichts einzuwenden. So ging es Freitag Mittag im Bus nach Bukoba. Bukoba ist ungefähr 2 Stunden entfernt (wir brauchten leider vier, aber naja) und eine etwas größere Stadt. Sie liegt direkt am Viktoriasee und ist noch schön übersichtlich, aber doch so groß, dass man „westliches“ Essen findet.&lt;br /&gt;
Also haben wir uns den ersten netten Abend gemacht, Snickers gegessen, in Laufschuhen eine herrliche Runde am Viktoriasee gedreht und uns schließlich zum Essen in unserem Lieblingshotel eingefunden. Für mich gab‘s ein tolles Filetsteak in Pfeffersauce, alles für drei Euro. Das findet man wohl nur in Afrika.&lt;br /&gt;
Mit dem guten Essen konnten wir (fast) alle Gedanken an den nächsten Tag verdrängen, an dem wir die angeblich 16 Stunden andauernde Busfahrt hinter uns bringen wollten.&lt;br /&gt;
Zum Glück war es ein echter „Luxusbus“ und fast nur Asphaltstraße, sodass die Fahrt nicht ganz so schlimm war. Mit ein wenig schlafen, der Audio-Edition des „Economist“, einem aufgeladenen Computer mit Internetstick und viel aus dem Fenster schauen ließ sich die schließlich 19 Stunden dauernde Fahrt ganz gut überbrücken.&lt;br /&gt;
Da das günstige Hostel in der Innenstadt schon reserviert war, konnten wir uns einfach ins nächste Taxi und kurz darauf ins Bett fallen lassen - natürlich nicht ohne vorher noch ein bisschen über den Preis zu verhandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nacht war leider relativ kurz. Wie so oft in Dar war Stromausfall und morgens um sieben hatten wir das Gefühl die Generatoren aller angrenzend Nobelhotels stünden auf unserem Balkon. So haben wir den Sonntag früh begonnen und sind erstmal etwas planlos durch die Gegend gezogen. &lt;br /&gt;
Schon kurz darauf haben wir einen herrlichen Platz gefunden um ein zweites Frühstück einzunehmen, „City Garden Restaurant“ eine ruhige Oase in der Innenstadt Dar-es-Salaams wo es neben gutem Essen auch noch - entgegen aller unserer bisherigen Erfahrungen in Afrika - sehr guten Service gab.&lt;br /&gt;
Dies war der Anfang des großen Fressens, das eigentlich die ganze Zeit in Dar andauern sollte. („Wer weiß wann‘s wieder etwas gibt“, „das hatten wir die letzten drei Monate nicht“, „wie teuer das jetzt in Europa wär...“)&lt;br /&gt;
Schon in Urlaubsstimmung waren wir ganz Touri-mäßig unterwegs, mit Sonnenbrillen und kurzer Hose. Sogar einen Abstecher ins Museum haben wir gemacht. Und Pizza gegessen. &lt;br /&gt;
Außerdem war am Sonntag das Finale des „Tusker-Cups“, einem Turnier zwischen den Ländern Ost-und Zentralafrikas. Wir sind spontan hingefahren und es hat sich gelohnt, obwohl es keine Tickets mehr gab und wir einen Polizisten bestechen mussten um reinzukommen.&lt;br /&gt;
Das Stadion war komplett modern und rappelvoll, aber alles friedlich und gute Stimmung. Tansania hat gewonnen, sodass auch hinterher noch richtig gefeiert wurde (mit Feuerwerk am hellichten Tag - für die Tansanier scheinbar etwas ganz besonderes).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Montag morgen um 8 standen wir dann im Immigration-Office. Nein das Visum ist nicht fertig. Nein, dass ist ja schon so lange her, dass Sie das beantragt haben, kommen Sie mal nächste Woche wieder. &lt;br /&gt;
Nach ein wenig telefonieren und beharrlichen Wartens ging es dann weiter, ich konnte bezahlen und habe alle möglichen Zettel bekommen.&lt;br /&gt;
Als ich das Visum dann in meinen Pass eintragen lassen wollte die Ernüchterung: Nach dem Bezahlen müssen Sie vier Tage warten, dann können Sie es eintragen lassen, „business procedure“. Da ließ sich nicht viel machen, mit schildern der Situation und ein wenig betteln wurde der Vorgesetzte angerufen, der konnte die vier Tage immerhin auf „morgen früh um 10“ verkürzen. &lt;br /&gt;
So ging es enttäuscht zurück ins Hotel, kein Sanzibar heute, kein kühles Nass, nach dem man in der kochenden Großstadt so sehr verlangt. Sehr solidarisch blieb Malin auch noch eine Nacht mit mir in Dar, und wir beschlossen das Beste draus zu machen. Dies ist uns absolut gelungen. Der Höhepunkt war wohl der Besuch im „Kilimanjaro Fitness Center“. Obwohl wir beide nach drei Monaten Trainingspause von unseren Leistungen sehr enttäuscht waren, hat das trainieren so viel Spaß gemacht, dass wir Dienstag morgen um sieben gleich nochmal hingegangen sind. Es war ein richtiges Fitnessstudio, zwar mit alten Geräten aber man konnte praktisch alles machen und es ist ein herrliches Gefühl mal wieder richtig Muskelkater zu haben.&lt;br /&gt;
Nach dem Training waren wir dann auch endlich im Immigration Office erfolgreich, auch wenn wir so lange warten mussten, dass wir die Fähre um eins verpasst haben. Naja, dafür haben noch ein himmlisches Mittagessen vom Buffett gegönnt, Urlaub ist Urlaub.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt freuen wir uns auf paradiesische Strände und einen Tauchkurs auf Sansibar, bevor es hoffentlich pünktlich zu Weihnachten wieder in den Bus Richtung „zuhause“ geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Aufgrund von Internetproblemen kommt der Eintrag leider 1,5 Tage zu spät und ohne Bilder - ich hoffe diese werden bald nachgereicht!&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Update:&lt;/strong&gt; Fotos der Reise gibt es &lt;a href=&quot;http://www.oliver-wichert.de/Fotos/?albumID=17&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
  
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 16 Dec 2010 05:41:55 +0100</pubDate>
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</item>
<item>
    <title>Ministry of Jesus Christ</title>
    <link>http://www.oliver-wichert.de/serendipity/index.php?/archives/19-Ministry-of-Jesus-Christ.html</link>
    
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    <author>nospam@example.com (Oliver Wichert)</author>
    <content:encoded>
    Gerade standen zwei junge Herren vor meiner Tür. Eric und Chris. Ich hatte sie letztens am Tor getroffen. Integrationsbereit wie ich natürlich bin, habe ich nicht widersprochen, als sie meinten, dass wir uns unbedingt mal treffen müssten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als vielleicht in Deutschland üblich, war das kein leeres Versprechen.Ein Pastor und ein junger Mitarbeiter einer neuen Kirche hier in Omurushaka, wollten ein bisschen mit mir plaudern. Es folgte ein durchaus interessantes Gespräch, in dessen Verlauf sich mein Bild ihrer Glaubensgemeinschaft von „nichts Besonderes“, über „sektenhafte Teufelsaustreiber“ zu „scheinbar friedliche Missionare“ wandelte. „Ministry of Jesus Christ“ heißt diese mir bisher unbekannte Glaubensgemeinschaft, die in Tansania wohl durchaus verbreitet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Pastor nur Kisuaheli sprach, konnte der junge Mitarbeiter gut englisch, weshalb ich mich hauptsächlich mit ihm unterhalten habe.&lt;br /&gt;
Er ist in Uganda zur Schule gegangen und will demnächst in Tansania studieren, arbeitet jetzt ein bisschen bei der Kirche zwischendurch und meint damit Gutes zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie immer war das Interesse an Europa natürlich sehr groß. Er habe gehört, dass viele Menschen garnicht regelmäßig in die Kirche gehen würden. So kamen wir dann dazu, im wahrsten Sinne des Wortes über „Gott und die Welt“ zu reden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man müsse an Gott glauben. Warum er an Gott glaube? Ja wer habe ihn denn sonst gemacht. Ob er nicht an Darwins Evolutionstheorie glaube? Naja. Aber irgendjemand müsse ja am Anfang gestanden haben. Und außerdem gibt es ja auch den Teufel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	&lt;a href=&quot;../Fotos/gallery_images/Bukoba2/img-01.jpg&quot; title=&quot;Der Sonnenaufgang vertreibt die bösen Geister&quot; class=&#039;fancyboxset&#039; rel=&#039;fancyboxset&#039; style=&quot;float:left;margin:5px;&quot; &gt;&lt;br /&gt;
		&lt;img src=&#039;../Fotos/gallery_images/Bukoba2/img-01_tn.jpg&#039; /&gt;&lt;br /&gt;
	&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Du glaubst also, dass es den Teufel gibt? Natürlich gibt es den Teufel. Und die Geister. Der Pastor habe schon persönlich welche gesehen.&lt;br /&gt;
Interessant, sehr interessant. Wie sehen die Geister denn aus? Woran erkenne ich die? Ja also tagsüber sehen die genau aus wie normale Menschen, aber nachts, die Hexen und Zauberer, komplett nackt und komisch angemalt. &lt;br /&gt;
Und wenn sie ihre Kräuter auspacken sind sie unsichtbar und können durch Wände gehen. Sehr gefährlich, ich solle mich in acht nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hm. Ich überlegte mir schon wie ich die beiden mittelfristig von der Hexenverbrennung abbringen konnte.&lt;br /&gt;
Doch auf meine Frage, was man denn macht wenn man solche Geister trifft, wurde mir nur geraten sich aus dem Weg zu gehen.&lt;br /&gt;
Nein so etwas würden sie nicht träumen. Es kämen ja auch Menschen in ihre Kirche und um zu beichten, Geister zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Langsam kommen wir der Sache mit der Hexenverbrennung näher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was wir dann machen? Wir sagen ok, das ist jetzt vorbei. Wir erzählen ihnen von der Bibel und heißen sie herzlich in der Gemeinschaft der Gläubigen willkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hört sich ja durchaus vernünftig an. Es kommt mir der Gedanke, dass meine beiden Besucher vielleicht doch nicht komplett verrückt sind. Immerhin sind wir in Afrika, wo es durchaus noch Anhänger von Naturreligionen gibt. Vielleicht gibt es ja wirklich Gestalten die nackt und seltsam bemalt durch die Nacht laufen und mit Heilkräutern wedeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da diese Gestalten ja immer nur durch Wände gehen, wenn sie gerade unsichtbar sind, sind es vielleicht sogar ganz normale Menschen.  
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 07 Dec 2010 18:03:06 +0100</pubDate>
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    <title>Advent, Advent, ein Lichtlein brennt</title>
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    <author>nospam@example.com (Oliver Wichert)</author>
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    &lt;!-- s9ymdb:4 --&gt;&lt;img style=&quot;margin-bottom:5px&quot;  src=&quot;http://www.oliver-wichert.de/serendipity/uploads/adventsk.jpg&quot; title=&quot;erst eins...&quot; alt=&quot;Adventskranz&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Ich wünsche allen einen schönen ersten Advent! &lt;br /&gt;
Nach dem Pflücken, Zusammenbauen und Anstecken des Adventskranzes, dem Aufhängen einer Lichterkette und dem mehrmaligen Hören von „In der Weihnachtsbäckerei“ kommt selbst hier ein wenig Weihnachtsstimmung auf.   
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 28 Nov 2010 17:40:07 +0100</pubDate>
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    <title>Grün, grün</title>
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    <author>nospam@example.com (Oliver Wichert)</author>
    <content:encoded>
    Die Mangos werden langsam reif, die Ananas sind lecker wie eh und je und ich fange an hier wirklich gut zu schlafen. Ich stehe wirklich nichts aus hier. Sogar mein Haus wird langsam ein wenig gemütlicher, mit ein paar Fotos und Bildern an der Wand. Mein Haus wird langsam zu meinem Zuhause.&lt;br /&gt;
Auch die Natur ist wirklich schön geworden hier. Grüner Boden, bunte Blumen und verschiedenste Bäume sorgen für durchaus abwechslungsreiche Landschaft. &lt;br /&gt;
	&lt;a href=&quot;../Fotos/gallery_images/Oshaka/img-05.jpg&quot; title=&quot;Das CHEMA Grundstück nach der kleinen Regenzeit&quot; class=&#039;fancyboxset&#039; rel=&#039;fancyboxset&#039; style=&quot;float:right;margin:5px;&quot; &gt;&lt;br /&gt;
		&lt;img src=&#039;../Fotos/gallery_images/Oshaka/img-05_tn.jpg&#039; /&gt;&lt;br /&gt;
	&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Leider gibt es auch wieder mehr Getier. So wurde mir vorgestern meine Hängematte mit Bergpanorama von einer Ameisenstraße streitig gemacht, die in der Hängematte wohl eine prima Abkürzung zwischen zwei Bäumen gefunden hatte. &lt;br /&gt;
Die fiesen Malariamücken haben gefühlt auch ein wenig zugenommen. Gut, dass diese Mistviecher sich immer durch ein nervenaufreibendes Summen verraten, sodass die überwiegende Mehrheit noch unblutig zum Schweigen gebracht werden kann. &lt;br /&gt;
Seit ein paar Tagen leisten mir außerdem große grüne Grashüpfer Gesellschaft, die mich am Anfang durchaus erschrecken konnten, wenn sie zum Beispiel durch unpräzise Landung auf einer Wasserflasche, diese fast zum Umfallen brachten. Obwohl sie hier glaube ich als Delikatesse gelten, habe ich die toten Hüpfer, die sich beim mehrmals wöchentlichen Fegen (Wo zum Teufel kommt dieser ganze Dreck her?) sammeln, bis jetzt verschmäht und lieber in den Garten gefegt...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem ich in den letzten Tagen trotzdem öfter mal Magen-Darm-Probleme hatte, koche ich mein Trinkwasser jetzt wieder ab, anstatt auf den indischen Wasserfilter plus UV-Desinfektion durch die Sonne zu Vertrauen. Keine Ahnung, ob das am Wasser oder woran auch immer lag, jedenfalls bin ich jetzt wieder topfit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern Abend erreicht mich noch eine weitere gute Nachricht: Pascal, der im Moment zwei Monate Ferien hat, hat eine Arbeit gefunden. Er kann während der Zeit in einem Restaurant hier in Omurushaka mithelfen. Er und seine Familie brauchen das Geld dringend, nur so kann Pascal es sich überhaupt leisten, zur Schule zu gehen. Die letzten Wochen merkte man schon dass er ziemlich besorgt war ob er etwas finden würde, da die meisten Arbeitgeber lieber feste Angestellt bevorzugen. So kann er zwar die Ferien nicht bei seiner Familie sein, aber ich glaube er freut sich sehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleine Bemerkung zum Schluss: Wenn ich die Statistik richtig deute, lesen viele das Blog, aber nur ganz wenige gucken in die Fotos. Da ich nur einen kleinen Anteil der Fotos im Text integriere kann sich ein Blick auf die &lt;a href=&quot;http://oliver-wichert.de/Fotos/&quot; title=&quot;Fotos&quot;&gt;Foto Seite&lt;/a&gt; lohnen!  
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 25 Nov 2010 13:03:49 +0100</pubDate>
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    <title>Regen, Regen</title>
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    <author>nospam@example.com (Oliver Wichert)</author>
    <content:encoded>
    Es ist ruhig hier im Blog, und auch in Omurushaka. Politik ist absolut kein Thema mehr, die Schüler werden nach den Prüfungen nach und nach in die Ferien entlassen und die meisten Menschen scheinen eigentlich guter Dinge zu sein.&lt;br /&gt;
Nach der viel zu langen Phase der Trockenheit hat es die letzten Tage zur Freude aller wirklich viel geregnet. Nun wünscht man sich jedoch wieder Trockenheit, da sonst die Bohnen ertrinken...&lt;br /&gt;
		&lt;a href=&quot;../Fotos/gallery_images/Oshaka/img-8.jpg&quot; title=&quot;...da wachsen die Blumen, da freut sich das Gras - die ganze Landschaft ist schon deutlich grüner!&quot; class=&#039;fancyboxset&#039; rel=&#039;fancyboxset&#039; style=&quot;float:right;margin:5px;&quot; &gt;&lt;br /&gt;
		&lt;img src=&#039;../Fotos/gallery_images/Oshaka/img-8_tn.jpg&#039; /&gt;&lt;br /&gt;
	&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Da viele Pflanzen nur bei Regen ausgepflanzt werden können, wird nach dem verspäteten Auspflanzen nun auch die Ernte verspätet sein, sodass es voraussichtlich gegen Januar eine gewisse Nahrungsmittelknappheit geben wird. Diese wird wohl vor allem den ärmeren Menschen hier erhebliche Probleme bereiten. Das neue Schuljahr fängt an, das Schulgeld wird fällig und so sehen sich viele Familien gezwungen die Ernte, die sie eigentlich als Vorrat behalten müssten, ganz oder zumindest teilweise zu verkaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mich persönlich beschäftigt im Moment hauptsächlich mein Visum, welches wohl immer noch nicht fertig ist. Dennoch plane ich schon die Reise nach Dar-es-Salaam, ans andere Ende Tansanias, wo ich es abholen muss. Ich habe herausgefunden, dass es pro Strecke wohl doch nur 2 Tage Busreise sind und fantasiere schon über die westlichen Menüs der Luxushotels der Großstadt. Hab ich das Visum erstmal in der Tasche kann es endlich losgehen die mir zustehenden 45 Tage Urlaub auszunutzen: Berge erklimmen, Tiere bestaunen, andere Freiwillige besuchen und natürlich Strand und Meer - die Vorfreude ist doch die schönste Freude!  
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 17 Nov 2010 08:32:15 +0100</pubDate>
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    <title>5 Jahre warten</title>
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    <author>nospam@example.com (Oliver Wichert)</author>
    <content:encoded>
    So, die Aufregung der Wahl ist langsam wieder abgeklungen, die CCM hat selbst in unserer Region mit verhältnismäßig starker Opposition (angeblich) gewonnen.&lt;br /&gt;
Kurz nach der Wahl gab es noch ein wenig Aufregung, da die (für die CCM enttäuschenden) Wahlergebnisse nicht veröffentlicht wurden. So bildete sich vor der Polizei eine viele Stunden wartende Menschenmenge, die von dieser schließlich mit Tränengas auseinander getrieben wurde. Dies sorgte für einige Aufregung, vor allem in Kayanga. Malin, der eigentlich zu mir kommen wollte, wurde von seinen Vorgesetzten stark davon abgeraten, sich auf die Straße zu begeben.&lt;br /&gt;
Aber es ist wohl nichts wirklich schlimmes passiert und jetzt ist alles wieder friedlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bei mir gibt es keine riesigen Neuigkeiten. Mein Visum ist angeblich immer noch nicht zur Abholung in Dar-es-Salaam bereit (3 Tage hinfahren, 3 Tage zurückfahren kommt auf mich zu...), aber das wird schon noch.&lt;br /&gt;
Die Aufgaben für den BWINF sind fertig, und mein Suaheli verbessert sich kontinuierlich.&lt;br /&gt;
Bei CHEMA werde ich wohl demnächst anfangen den Mitarbeitern „IT-Unterricht“ zu geben - angeblich bekomme ich bald eine Liste mit Themenwünschen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	&lt;a href=&quot;../Fotos/gallery_images/Oshaka/img-5.jpg&quot; title=&quot;Kleiner Spaziergang - gibt durchaus auch schöne Häuser hier!&quot; class=&#039;fancyboxset&#039; rel=&#039;fancyboxset&#039; style=&quot;float:left;margin:5px;&quot; &gt;&lt;br /&gt;
		&lt;img src=&#039;../Fotos/gallery_images/Oshaka/img-5_tn.jpg&#039; /&gt;&lt;br /&gt;
	&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Nebenbei habe ich angefangen einem tansanischen Jungen ein wenig Nachhilfe zu geben, da in Tansania jetzt die „Prüfungssaison“ beginnt.&lt;br /&gt;
Er stand eines Tages vor meiner Tür und bat mich, mit mir reden zu können, er wäre schon ein Freund meines Vorgängers gewesen.&lt;br /&gt;
Zunächst sehr skeptisch bat ich ihn herein, doch er entpuppte sich als durchaus ganz nett. Es ist natürlich sehr schwierig, da er sehr sehr arm ist und ich hier sehr reich. Er wohnt alleine in einem Häuschen etwas außerhalb von Kayanga, dort wo seine Eltern wohnen gibt es keine Secondary School. Seine Eltern sind Bauern und können nicht für ihn sorgen, sodass er versucht sich mit Gelegenheitsarbeit über Wasser zu halten. Ich war jetzt zwei mal bei ihm zum Essen, er war auch bei mir (und hat das zweite Mal in seinem Leben Spaghetti gegessen) und wir haben bis jetzt zwei Einheiten Physik gemacht. Man scheint wirklich die Auswirkungen des reinen „Frontalunterrichts“ ohne Beteiligung der Schüler zu merken, es wird alles streng nach Schema gemacht, Aufgaben wo auch nur ein bisschen Kreativität verlangt wird sind quasi unlösbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	&lt;a href=&quot;../Fotos/gallery_images/Oshaka/img-7.jpg&quot; title=&quot;Blick von Malins Terasse - gleich wirds nass!&quot; class=&#039;fancyboxset&#039; rel=&#039;fancyboxset&#039; style=&quot;float:left;margin:5px;&quot; &gt;&lt;br /&gt;
		&lt;img src=&#039;../Fotos/gallery_images/Oshaka/img-7_tn.jpg&#039; /&gt;&lt;br /&gt;
	&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Die letzten beiden Wochenenden habe ich bei Malin verbracht, und wir sind beide Sonntage 25km+ gelaufen. Sonntags halb 7 Wecker, rein in die Sportschuhe und 3 Stunden laufen... Schlimmer als Frühsport in Kiel, aber immer noch deutlich angenehmer als tagsüber in der prallen Sonne!  
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 08 Nov 2010 08:23:03 +0100</pubDate>
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